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Eine Archäologin zu Besuch in der 6b

Am 20. Oktober 2021 hat uns, die Klasse 6b, im Geschichtsunterricht von Herrn Piorun die Archäologin Maren Lage besucht. Der Besuch fand digital, im Rahmen der Initiative Archäologen zu Gast, statt.

Sie hat uns sehr viel über den Urzeitmenschen Ötzi erzählt. Wir haben von ihr zum Beispiel erfahren, dass Ötzi etwa 5300 Jahre alt ist und etwa 3200 v. Christus, am Ende der Jungsteinzeit, starb. Sie sagte uns auch, dass er seinen Namen seinem Fundort, den Ötztaler Alpen, verdankt, offiziell aber „Der Mann aus dem Eis“ heißt. Außerdem berichtete sie uns, dass er 1991 in den Ötztaler Alpen zufällig von einem Ehepaar gefunden wurde, das eine Abkürzung ging, Ötzi für einen Verunglückten hielt und in der nächsten Hütte der Polizei davon erzählte. Dann wurde Ötzi von vielen Menschen besichtigt und dabei leicht beschädigt. Noch immer wusste niemand, dass es sich keineswegs um einen Verunglückten handelte.
Doch schließlich erkannte der Prähistoriker Konrad Spindler anhand von Gegenständen, die Ötzi bei sich trug, wie alt dieser war. Anschließend wurde Ötzi vorsichtig mit Hubschraubern geborgen und nach Österreich gebracht, da man damals davon ausging, dass er im österreichischen Teil der Alpen gefunden worden war. In den Alpen waren die Grenzen aber nur ungenau vermessen. Daher meldet Italien den Anspruch an, dass Ötzi auch im italienischen Teil der Alpen gelegen haben könnte. Sowohl Italien als auch Österreich hatten ein großes Interesse an Ötzi, da er ein echter Sensationsfund war, weil er durch das lange Liegen im Eis sehr gut erhalten war und dadurch so viel über das damalige Leben verriet. Die Grenze wurde erneut genau vermessen und das Ergebnis war, dass Ötzi um 93 Meter in Italien lag. Dort wird er heute in einem Museum, in Bozen, in einer Eiskammer gelagert und kann besichtigt werden.
Der wahrscheinliche Grund für Ötzis gewaltsamen Tod war, dass er von einem Pfeil getroffen wurde, dessen Spitze sich bis heute in seinem Körper befindet. Warum er erschossen wurde, ist unbekannt, an seinem Körper fanden sich allerdings Spuren einer möglichen Prügelei, eines Streites.
Wer Ötzi war, weiß man nicht, allerdings muss er sehr reich gewesen sein, denn in seinem Besitz befand sich ein Beil aus Kupfer, ein für diese Zeit ungewöhnliches Werkzeug. Ötzi könnte ein Handwerker gewesen sein, denn in seinem Besitz befanden sich unfertige Pfeile und ein ebenfalls unfertiger Bogen. Genaueres steht in den Sternen.

Wir fanden es toll, dass Herr Piorun die Archäologin eingeladen hatte. Ihr Vortrag war sehr interessant und wir erfuhren viele spannende Dinge.

Jakob Schächtelin (6b)

Termine

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Do, 30.06.2022
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- Di, 05.07.2022
Kolloquium Seminarkurs
Mo, 04.07.2022
Compassion-Tag der 10. Klassen

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