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Musikprojekt Nordirland 2013

-"Inspiring Landscapes" - Volksmusik in Irland und bei uns - das ist mehr als Schlager-Kitsch und "Alle meine Entchen"!

Ein gemeinsames Kompositions- und Konzertprojekt, das sich unter dem Motto "Inspiring Landscapes" irischen und deutschen Volkliedtraditionen widmen sollte - das war die Herausforderung, der sich Schüler des Neigungsfaches Musik unter der Leitung von Mathias Rickert zusammen mit Schülern des "Cross and Passion College's" aus Ballycastle, Nordirland widmeten. Hin musizierten wir fieberhaft auf die zwei großen Abschlusskonzerte des 19. Februars 2013 in Heidelberg und 18. Junis 2012 in Irland. Zu Beginn wurde uns schnell klar, dass es sich bei dieser zunächst einfach anmutenden Thematik "Volksmusik" um ein weitaus komplexeres Feld handelt. Und das auch noch besonders erschwert durch den Umstand, dass es gerade als Jugendlicher schwer fällt, sich mit Volksmusik zu identifizieren. Doch schon bald fanden wir großen Spaß am Experimentieren mit dem Liedgut unserer Vorfahren. Vieles war doch gar nicht so "verstaubt" wie angenommen. Es entstanden zahlreiche Neuarrangement, verjazzte Wanderlieder oder SymphonieFassungen ursprünglich beschwingter Frühlingslieder, die auch der Dramatik Beethovens "Fünfter" in keinster Weise nachstanden. Auch die Auseinandersetzung mit irischen Volksliedern gestaltete sich überaus erfolgreich. So konnten wir beim Abschlusskonzert in Irland unter vielem anderen stolz eine über 20 minütige Eigenkomposition uraufführen, in welcher wir deutschen mit den irischen Schülern "Ton in Ton" im wahrsten Sinne des Wortes "harmonierten".Animiert von der Musik fand also ein kreativer und entdeckungsreicher Austausch der Kulturen statt. Die Iren waren begeistert von der - für ihre Verhältnisse - riesigen Stadt Heidelberg, wir hingegen überwältigt von der rauen Schönheit der Natur und den nicht enden wollenden, immergrünen "Scottish Highlands". Doch vor allem, und das war vielleicht das Beste an allem, bildeten sich Freundschaften. Wir verstanden uns derart gut, dass der Abschied wie so oft viel zu schnell kam. Erst als "altmodisch" und "langweilig" belächelt - Wer hätte gedacht, dass gerade solche Musik zum Völkerverständiger wird! (Jakob Brandl, KS1)
-Workshops
Das Ziel unseres Musik-Projektes war, uns mit Volksmusik zu beschäftigen und diese auf unsere eigene Art und Weise zu interpretieren. Die Komposition ist dafür ausschlaggebend, denn sie ist das kreative und innovative Element. Ein Teil unseres Konzerts bestand aus einer Art "joint-composition", die ca. 20 Minuten andauerte. Darin wurden eigene Arrangements von uns und den Iren abwechselnd vorgespielt. Als Grundlage dazu dienten uns die Melodien eines Irischen Reels und eines deutschen Volkslieds (Der Frühling hat sich eingestellt). Diese zwei kleinen Melodien verwendeten wir als Material für unsere eigenen Variationen. Schon in Deutschland bereiteten wir uns mit kleinen Komposition-Workshops auf das MusikProjekt vor. Zuerst beschäftigten wir uns ausschließlich mit den Melodien. Dafür wurden die Schüler in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Diese probierten, die simple Melodie des deutschen Volkslieds auf eigene Weise (Harmonisierung, Abspaltung etc.) neu zu gestalten. Schon nach kurzer Zeit ertönte die Frühlingsmelodie in den unterschiedlichsten Variationen. Die einen wandelten sie in Moll um, die anderen machten eine Fuge aus den beiden Melodien. Sogar im Stile eines Bachchorals wurde sie verarbeitet. Mehrere Instrumente improvisierten miteinander und durch dieser Zusammenarbeit kam man der richtigen Kompositionsarbeit, die uns in Irland erwartete ein wenig näher. (Julia Zhou, KS1)